Samtgemeinde Tostedt
 
 

Vorlage - 07.16/102  

Betreff: Gartenstadt Heidloh, 2. BA - Ausbauplanung im Bereich B-Plan 63
Status:öffentlich  
Federführend:FD Bauleitplanung   
Beratungsfolge:
Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Tostedt
29.08.2013 
Bau- und Wegeausschuss (offen)   
Verwaltungsausschuss der Gemeinde Tostedt
Rat der Gemeinde Tostedt
12.09.2013 
Rat der Gemeinde Tostedt ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Anlage 1 Lageplan Variante 1  
Anlage 2 Lageplan Variante 2  
Anlage 3 Regelquerschnitte  

Der erste Bauabschnitt der Gartenstadt Heidloh wurde mit dem B- Plan 56 überplant und umgesetzt

Sachverhalt:

 

Der erste Bauabschnitt der Gartenstadt Heidloh wurde mit dem B- Plan 56 überplant und umgesetzt. Die Baugrundstücke sind dort inzwischen weitestgehend vermarktet und bebaut. Deshalb soll nun der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Planungsrechtlich befindet sich dafür der B- Plan 63 in der Aufstellung. In seinem Rahmen und auf Basis des Treuhandvertrages mit der NLG wird die Erschließung der Baugrundstücke mit Straßen, Wegen und Niederschlagswasserkanälen durchgeführt.

 

Die Planung der Erschließungsanlagen führt die NLG über einen Treuhändervertrag und einen noch zu beratenden und abzuschließenden Erschließungsvertrag für die Gemeinde aus. Die NLG hat den Entwurf mit der Verwaltung abgestimmt und stellt ihn in der Sitzung des BWA vor.

 

Die Entwurfselemente des 2. BA orientieren sich sehr stark am 1. BA und setzen diesen fort. Haupterschließungsachse ist die Heidlohallee. Sie erhält eine Gesamtbreite von 12,5 m. Die asphaltierte Fahrbahn ist 4,85 m breit zzgl. 0,65 m Gossen. Auf der Nordseite wird ein 1,8 m breiter Parkstreifen anthrazit gepflastert, er ist durch Bauminseln und Zufahrten unterbrochen. Hier entstehen sechs Stellplätze. Durch Hochbord geschützt schließt sich dann ein Gehweg in 1,4 m Breite an. Auf der Südseite entsteht ein 1,8 m breiter Grünstreifen, den die Zufahrten unterbrechen. Es folgt ein 1,3 m breiter Gehweg, eingefasst in Tiefborde. Die Beleuchtung erfolgt mit schwarzen Leuchten in Glockenform und steht wechselseitig. Die im B- Plan- Entwurf fest gesetzte Verkehrsflächenbreite von 12,0 m muss zur Umsetzung dieses Querschnittes auf 12,5 m angehoben werden.

 

Nördlich parallel zur Heidlohallee und in Verlängerung des Apfelhofes verläuft die Straße Am Erdbeerfeld. Hier wird die Fahrbahn in 4,7 m Breite in grauem Rechteckpflaster befestigt zzgl. einer zweireihigen Gosse. Zur Verkehrsberuhigung und Auflockerung erhält die Fahrbahn an zwei Stellen Einengungen mit Bauminseln. Auf der Nordseite schließt sich hinter Hochbord und 0,3 m grauem Sicherheitsstreifen ein 1,3 m breiter Gehweg in rotbuntem Rechteckpflaster an. Auf der Südseite entsteht als Variante 1 hinter Hochbord und 0,2 m Sicherheitsstreifen ein 1,0 m breiter Gehweg. Die Leuchten stehen auch hier wechselseitig. In Variante 2 wird auf der Südseite anstelle des Gehweges ein Parkstreifen angelegt, der durch Bauminseln und Zufahrten unterbrochen ist. Bei dieser Variante steht die Beleuchtung nur auf der Nordseite. Die Verkehrsflächenbreite des B- Plan- Entwurfes muss von 8,0 bei Variante 1 auf 8,5, bei Variante 2 auf 9,0 m angehoben werden. Im Gegensatz zum ersten BA erhalten die Baugrundstücke keine hinterliegenden privaten Gehwege, wodurch der zweite Gehweg in Variante 1 an Bedeutung gewinnt.

 

Südlich parallel zur Heidlohallee und in Verlängerung des Birnenhofes verläuft der Kirschblütenweg. Der Ausbau erfolgt hier analog zum eben beschriebenen in Am Erdbeerfeld. Auch hier sind beide Varianten möglich mit der entsprechend erforderlichen Verbreiterung der Verkehrsfläche im B- Plan von 8,0 auf 8,5 bzw. 9,0 m. Auf halber Länge gibt es hier zur Erschließung zweier Hinterliegergrundstücke einen Stichweg, der im Rahmen des Erstausbaus wassergebunden befestigt wird. Er geht dann in das Eigentum der Hinterlieger über.

 

Weiter südlich verläuft parallel als Sackgasse die Straße Am Blaubeerbusch. Sie erhält eine rot- bunt- gepflasterte Mischverkehrsfläche in 4,1 m Breite zzgl. einer 2- reihigen und einer einreihigen Gosse. Im Gegensatz zu Apfel- und Birnenhof soll die Einfassung mit Rundborden erfolgen. Der Reststreifen wird begrünt, unterbrochen durch Zufahrten und zwei Stellplätze in Anthrazit. Die Verkehrsfläche des B- Planes sollte von 7,0 auf 8,0 m angepasst werden und entspricht dann dem Apfel- und dem Birnenhof. Der Wendehammer erhält einen Durchmesser von ca. 19 m. Die Mittelinsel wird grau ausgepflastert.

 

Die vier bis hier beschriebenen Straßen werden durch einen in Nord- Süd- Richtung verlaufenden Schenkel der Straße Am Erdbeerfeld verbunden, der auch den westlichen Abschluss des Bauabschnittes bildet. Die Fahrbahn wird hier in 4,2 m Breite grau gepflastert zzgl. einer zweireihigen Gosse. Hinter Hochbord und 0,3 m grauem Sicherheitsstreifen schließt sich auf der Ostseite ein 1,5 m breiter Gehweg an. Hier steht auch die Beleuchtung. Die Westseite erhält zur provisorischen Einfassung nur einen Tiefbord. Hier kann im nächsten Bauabschnitt ein Hochbord und Gehweg ergänzt werden. Die Verkehrsflächenbreite des B- Planes sollte von 8,0 auf 9,0 m angehoben werden, um eine spätere Gehwegbreite von 1,7 m auf der Westseite zu ermöglichen.

 

Alle Kreuzungsbereiche werden diagonal mit grauem Großpflaster des Flüster- Pflaster- Systems befestigt, wie im 1. BA. Dies hebt die Gleichberechtigung der Straßen und die Rechts- vor- Links- Regelung hervor.

 

Beide Bauabschnitte sollen 30er- Zone werden. Zu beschildern sind hierbei lediglich die beiden Einmündungen in die Harburger Straße. Die Anordnung erfolgt durch die Verkehrsbehörde der Samtgemeinde.

 

Am Übergang des ersten in den zweiten BA entsteht ein 10 m breiter Grünstreifen mit einem gerade verlaufenden, 2 m breiten Gehweg. Dieser wird rot- bunt gepflastert an die Straßen Hinter den Höfen und Am Blaubeerbusch angebunden, verläuft dann in wassergebundener Bauweise mit einer Deckschicht aus Hansegrand und ohne Randeinfassung bis zu Am Erdbeerfeld und wird dann nach Norden in Pflasterbauweise verlängert und an den dort vorh. Weg angebunden. Die dortige Grün- und Spielplatzfläche durchzieht ein nach Westen abzweigender wassergebundener Gehweg. Dieser überquert den Heidlohbach mit einer Holzbrücke und schließt an den jetzt schon vorhandenen landwirtschaftlichen Weg an. Der Grünstreifen erhält zwischen Am Erdbeerfeld und Hinter den Höfen fünf Straßenleuchten in Glockenform. Die Bepflanzung erfolgt mit Bäumen und Büschen in Absprache mit dem Gärtner der Samtgemeinde. Am Übergang der Gehwege zu Straßen werden Umlaufgitter angeordnet und mit Hecken und Lattenzäunen bis zu den Grenzen verlängert.

 

Zur Niederschlagswasserbeseitigung wird ein Kanalnetz DN 300 bis 800 verlegt und an das im ersten BA angeschlossen. Für den dritten BA wird ein Anschlusspunkt vorgesehen. Das mit dem ersten BA erstellte Rückhaltebecken wurde für den zweiten und dritten BA mit ausgelegt und braucht nicht erweitert werden. Die Anlieger / Bauherren werden im Rahmen der Anschlussgenehmigung verpflichtet, auf den Grundstücken kombinierte Rückhalte-, Kontroll- und Sickerschächte zu setzen.

 

Schmutzwasserkanäle werden für den Landkreis im Rahmen der Erschließung mit verlegt und über den SW- Erschließungsbeitrag abgelöst.

 

Zeitlich wird der Ausbau in zwei Abschnitte geteilt: Im Rahmen des Erstausbaus werden die Kanalnetze und die Gehwege in den Grünbereichen endgültig fertig hergestellt. In den Grünstreifen erfolgt auch die Bepflanzung. Die Straßen erhalten den später erforderlichen Schotteraufbau und eine Asphalttragdeckschicht in 3,0 m Breite und 6 cm Stärke. Als provisorische Beleuchtung wird ca. jede zweite Leuchte aufgestellt. Der Erstausbau erfolgt in 2014. Der Endausbau erfolgt, sobald die Bautätigkeit auf den Anliegergrundstücken weitgehend abgeschlossen ist.

 

Die Erschließung wird über den Treuhändervertrag von der NLG vorfinanziert. Die Gesamtkosten der Erschließung werden grob auf 1.260.000,- € geschätzt. Sie teilen sich wie folgt auf:

 

  • RW- Kanalbau:170.000,- €
  • Gehwege und Begrünung in Grünflächen120.000,- €
  • Straßenbau Erstausbau270.000,- €
  • Beleuchtung Erstausbau40.000,- €
  • Planung Erstausbau         120.000,- €

Zwischensumme Erstausbau:720.000,- €

 

  • Straßenbau Endausbau440.000,- €
  • Beleuchtung Endausbau20.000,- €
  • Begrünung Straßen20.000,- €
  • Planung Endausbau          60.000,- €

Zwischensumme Endausbau:540.000,- €

                  

Gesamtkosten brutto:        1.260.000,- €

 

Die auf Grundlage dieser Planung errechneten groben Kosten von 1.260.000,- € sind auch in dieser Höhe bei der Kostenbetrachtung zum Treuhandvertrag angenommen worden.

 


Anlage/n:

Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 Lageplan Variante 1 (1359 KB)      
Anlage 2 2 Anlage 2 Lageplan Variante 2 (1306 KB)      
Anlage 3 3 Anlage 3 Regelquerschnitte (1899 KB)