Samtgemeinde Tostedt
 
 

Vorlage - 07.16/101  

Betreff: Quartier Quellner Weg, Straßen- und Kanalerneuerung
Status:öffentlich  
Federführend:FD Bauleitplanung   
Beratungsfolge:
Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Tostedt
29.08.2013 
Bau- und Wegeausschuss (offen)   
Verwaltungsausschuss der Gemeinde Tostedt
Rat der Gemeinde Tostedt
12.09.2013 
Rat der Gemeinde Tostedt ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Anlage Lagepläne  

Im Bereich Quellner Weg und einigen Nebenstraßen sind die Oberflächenbefestigungen und RW- Kanäle sehr alt und in schlechtem baulichen Zustand und sollen deshalb erneuert werden

Sachverhalt:

 

Im Bereich Quellner Weg und einigen Nebenstraßen sind die Oberflächenbefestigungen und RW- Kanäle sehr alt und in schlechtem baulichen Zustand und sollen deshalb erneuert werden. In der Prioritätenliste der Gemeinde Tostedt für den Straßenausbau stehen sie an oberster Stelle der noch nicht erledigten Maßnahmen. Betroffen sind:

 

  • Quellner Weg von der B 75 / Bremer Straße bis zum Ortsausgang
  • Verlängerung des Quellner Weges bis zur Gemeindeverbindungsstraße 11 / Triftstraße
  • Beerenweg
  • Schlehenbusch vom Beerenweg bis Nr. 5
  • Fliederweg
  • Brombeerweg

 

Mit der Planung der Maßnahme ist das Ing.- Büro IWU aus Zeven beauftragt. Ein Vertreter stellt das Projekt in der Sitzung des BWA vor.

 

In allen betroffenen Straßen sollen die RW- Kanalnetze, die kompletten Oberflächen und die Beleuchtung erneuert werden. Ob im Zuge der gemeindlichen Arbeiten auch andere Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert werden sollen, wird derzeit bei den betreffenden Versorgern abgefragt.

 


Niederschlagswasser

 

Die geplanten Hauptkanäle haben Nennweiten von 300 bis 800 mm. Jedes Grundstück erhält einen neuen Anschlusskanal. Die alten Kanäle werden außer Betrieb genommen und, soweit möglich, ausgebaut. Im Zuge der Maßnahme soll auch ein Kanal umgelegt werden, der bisher an der Ecke Quellner Weg / Bremer Straße über Privatgrund verläuft. Die Anlieger, soweit sie zukünftig in den RW- Kanal entwässern möchten, werden verpflichtet, jeweils einen kombinierten Rückhalte-, Kontroll- und Sickerschacht zu bauen und ihre Entwässerung hierüber an einen Übergabepunkt zu führen.

 

Der Bau eines Regenrückhaltebeckens für das Quartier, soweit es nicht in das vorhandene am Brombeerweg entwässert, wird derzeit geprüft.

 

Quellner Weg innen

 

Derzeit hat der Quellner Weg lediglich eine Fahrbahnbefestigung in Asphalt in 5,0 bis 5,5 m Breite mit beidseitiger Randeinfassung mit Tiefborden. Von der Bremer Straße her laufen beidseitig Gehwege in den Quellner Weg, enden aber nach kurzer Strecke. Auf der Westseite befindet sich eine markante und ortsbildprägende Eichenallee. Die Seitenräume entlang der Grenzen werden wechselnd und ungeregelt als Grünfläche, Parkraum, Zufahrt und unbefestigter Gehweg genutzt. Auf der Ostseite stehen Pilzleuchten. Die Oberflächenentwässerung ist nur punktuell geregelt. Es gibt keine Gossen, nur wenige Abläufe und beidseitig verrohrte Gräben in sehr schlechtem baulichen Zustand.

 

Bei der Neuaufteilung der zur Verfügung stehenden Flächen wurde die vorhandene Eichenallee als unbedingt erhaltenswert eingestuft. Eine Überprüfung durch den Gärtner der Samtgemeinde ergab, dass derzeit keiner der Bäume abgängig ist. Dies schränkt die Gestaltungsmöglichkeiten stark ein; die Fahrbahn muss ca. die alte Lage, Breite und Geradlinigkeit erhalten und für die Anlage eines befestigten Gehweges steht nur die Ostseite zur Verfügung. Auf die Anlage definierter Parkflächen wird verzichtet.

 

Die neue Fahrbahn wird wieder asphaltiert, da die Straße Sammelstraßencharakter hat und in Pflasterbauweise zu laut und unkomfortabel wäre. Die Deckschicht wird aufgehellt, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Einmündungsbereiche werden ausgepflastert, um die Rechts- vor- Links- Regelung hervorzuheben. Haltelinien werden aufgebracht und das gesamte Quartier wird 30er- Zone. Die Fahrbahn wird 5,5 m breit inkl. beidseitiger Gossen. Auf der Westseite erfolgt die Einfassung mit einem auf 7 cm Ansicht hochgesetzten Rundbord. Die Zufahrten auf der Westseite werden nicht komplett erneuert, da es sich um Privatanlagen im öffentlichen Raum handelt und der Umfang erheblich ist. Sie werden nur an die neue Fahrbahnhöhe angepasst und ggf. mit Rechteckpflaster zur Fahrbahn hin ergänzt. Entsprechendes gilt für die Einmündung Am Toberbusch. Aus dem Rotdornweg heraus wird der vorh. Gehweg mit Aufstellfläche an den Quellner Weg heran verlängert.

 

Auf der Ostseite wird hinter Hochbord ein 1,75 m breiter Gehweg inkl. 0,3 m Sicherheitsstreifen und Borden angelegt. Auf dieser Seite wird auch eine neue Straßenbeleuchtung mit schwarzen Leuchten in Glockenform installiert.

 

Die Einmündung zur Bremer Straße wird bis ca. zum Schnittpunkt der Bordlinien neu asphaltiert. Der westseitige Gehwegstummel entfällt, da das Kreuzen der Straße und das Wechseln der Radfahrer auf die Fahrbahn an der Einmündung in die Bremer Straße am sichersten ist. Der Ortseingang erhält eine ausgepflasterte beidseitige Fahrbahnverengung auf 3,5 m zur Verkehrsberuhigung und zur Betonung des Übergangs in die Ortslage.

 

Quellner Weg außen

 

Das geschotterte Teilstück des Quellner Weges bis zur Gemeindeverbindungsstraße 11 / Triftstraße wirft erhebliche Unterhaltungskosten und Staubbelastung bei sehr eingeschränktem Nutzungskomfort auf. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, dieses Teilstück analog zu landwirtschaftlichen Wegen bzw. gering bis mittel belasteten Gemeindeverbindungsstraßen in Asphaltbauweise zu befestigen. Der Ausbau erfolgt als 4,0 m breite Asphaltfahrbahn ohne Randeinfassung, aber mit 1,0 m breiten Schotterrasenbanketten. Der Ausbau lässt zwar eine dadurch bedingte Verkehrszunahme befürchten, jedoch sind nach Beobachtung der Verwaltung die Schleichverkehre der vergangenen Jahre seit Fertigstellung der A 1 ganz erheblich zurückgegangen. Außerdem erhält der Innerortsbereich einige verkehrsberuhigende Elemente und einen sicheren Gehweg.

 

Beerenweg und südl. Schlehenbusch

 

Der Beerenweg ist in 4,0 m Breite asphaltiert bis zum Wendehammer bei Nr. 12. Dann folgt ein gepflasterter Stichweg als Mischverkehrsfläche zur Erschließung der Haus- Nr. 15 bis 19. Im asphaltierten Abschnitt sind Hoch- und Tiefbordanlagen und am östlichen Ende ist ein 30 m langer einseitiger Gehweg vorhanden. Die Seitenräume sind ansonsten weitestgehend geschottert und werden ungeregelt als Parkraum und Gehweg genutzt. Entsprechendes gilt für das südliche Ende des Schlehenbuschs bis Nr. 6. Eine größere öffentliche Fläche im Einmündungsbereich Beerenweg / Schlehenbusch ist mit Schotterrasen befestigt und wird als Parkraum genutzt.

 

Der Ausbauplan sieht vor, eine Fahrbahn in 4,75 m Breite (inkl. Gossen) mit gerumpeltem braunbuntem Betonsteinpflaster zu befestigen. Analog zum Quellner Weg erhält die Südseite einen Rundbord mit 7 cm Ansicht und dahinter verbleibt der geschotterte Seitenstreifen. Auf der Nordseite wird bis zum Wendehammer hinter Hochbord ein 1,75 m breiter Gehweg rot- bunt gepflastert inkl. dreireihigem grauen Sicherheitsstreifen und Borden. Westlich des Wendehammers wird die Mischverkehrsfläche ca. in vorh. Breite neu braun gepflastert.

 

Analog hierzu wird der Anschluss in den Schlehenbusch bis zu Nr. 6 geführt mit dem Gehweg auf der Ostseite (Gehwegbreite incl. Borde hier 1,50 m).

 

Die Beleuchtung wird analog zum Quellner Weg erneuert.

 

Fliederweg

 

Die Asphaltierung des Fliederweges ist mit ca. 6,0 m sehr breit und mit Hoch- und Tiefborden eingefasst. Der verbleibende schmale Seitenraum ist teils geschottert, teils gepflastert. Der Oberflächenzustand ist noch recht gut, aber die Vorflut der Oberflächenentwässerung erfolgt fast unzugänglich über ein Privatgrundstück und unter einem privaten Gebäude hindurch, was bereits zu erheblichen Problemen bei der Unterhaltung geführt hat. Die Entwässerungsanlage soll deshalb neu angelegt werden und dabei wird ein erheblicher Teil der Oberflächen aufgenommen. Dies nimmt die Verwaltung zum Anlass, auch hier einen kompletten Neubau vorzuschlagen.

 

Die Neuanlage soll in einer Mischverkehrsfläche aus braunem gerumpeltem Betonpflaster bestehen. Sie wird 4,75 m breit inkl. Gossen und erhält eine Einfassung aus Rundborden. Die Seitenräume werden mit Schotterrasen befestigt bzw. begrünt. Auch hier wird die Beleuchtung analog zum Quellner Weg erneuert.

 

Alle bis hier beschriebenen Straßenbauten sind Ausbauten gem. NKAG und somit für die Anlieger beitragsfrei aufgrund der aufgehobenen Ausbaubeitragssatzung.

 

Brombeerweg

 

Der Brombeerweg stellt sich als Sackgasse im Erstausbau mit geschotterter Oberfläche dar. Bisher ist kein Wendehammer vorhanden. Auf der Nordseite stehen Pilzleuchten.

 

Die Verwaltung schlägt vor, eine Mischverkehrsfläche wie im Fliederweg und im hinteren Brombeerweg in braunem Pflaster herzustellen. Die Breite beträgt 4,75 m inkl. Gossen und die Fahrbahn wird durch Rundborde eingefasst. Am östlichen Ende soll ein Wendehammer mit 18 m Durchmesser entstehen, wenn die erforderliche Fläche bereitgestellt wird. Die Beleuchtung wird auch hier analog zu den anderen Straßen erneuert.

 

Mittels Kostenteilungsbeschluss wurde in 1992 die Anlage der Straßenbeleuchtung für den Brombeerweg anteilig nach Erschließungsbeitragsrecht auf die Anlieger umgelegt. Weitere Erschließungsbeiträge wurden jedoch nicht erhoben und werden mit dem hier vorgeschlagenen Ausbau fällig.

 

Bei Aufstellung der Sitzungsvorlage lagen noch keine Kostenermittlungen und Straßenquerschnittspläne vor. Diese werden in der Sitzung des BWA vorgestellt.

 

Die Verwaltung schlägt vor, eine Anliegerversammlung durchzuführen und bei Bedarf, d.h. bei erheblichen Änderungswünschen der Anlieger, eine erneute politische Beratung durchzuführen. Die Umsetzung der Maßnahme ist danach für 2014 (Quellner Weg und RRB) und 2015 (Seitenstraßen) vorgesehen.


Anlage/n:

Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage Lagepläne (10068 KB)