Samtgemeinde Tostedt
 
 

Vorlage - 10.17/306  

Betreff: Verstärkung der Gemeindeverbindungsstraßen 10/11 zwischen Tostedt und Wistedt
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:FD Tiefbau Bearbeiter/-in: Markhardt, Moritz
Beratungsfolge:
Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss Vorberatung
05.02.2019 
Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses geändert beschlossen   
Samtgemeindeausschuss Vorberatung
Rat der Samtgemeinde Tostedt Entscheidung
07.03.2019 
Sitzung des Rates der Samtgemeinde Tostedt      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Übersichtsplan  
Regelquerschnitt  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

Für die Verstärkung der Gemeindeverbindungsstraßen 10/11 (Triftstraße, Quellner Weg (Teilbereich) und Quellner Straße (Teilbereich) wird ein Antrag auf ZILE-Förderung gestellt.

 

Der Quellner Weg und die Quellner Straße werden mit einer 3,50 m breiten Asphaltbefestigung sowie einer beidseitigen Bankettbefestigung aus Rasenplatten mit einer Gesamtbreite von 1,20 m versehen.

 

Der Radweg wird auf 2,00 m ausgebaut. Im Bereich von Baumbeständen wird ein Wurzelschutz eingebaut.

 

Die Verstärkung der Straßen erfolgt im Hocheinbau.

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Sachverhalt:

Verstärkt werden sollen die Gemeindeverbindungsstraße 11 (Triftstraße und ein Teilbereich des Quellner Weges) sowie ein Teilbereich der Gemeindeverbindungsstraße 10 (Teilbereich der Quellner Straße) zwischen Tostedt und Wistedt (Anlage 1).

Für den Straßenausbau soll eine Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) beantragt werden. 

 

Die Straßen sind asphaltiert und zwischen ca. 2,70 und 3,40 m breit. Straßenbegleitend verläuft ein ca. 1,60 bis 1,80 m breiter Radweg. Die gesamte Ausbaulänge beträgt 1.700 m

Entlang der Straße verläuft ein Entwässerungsgraben zur Aufnahme des Regenwassers.

 

Die Asphaltbefestigung der Fahrbahn sowie des Radwegs befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Es sind großflächige Rissbildungen, Schlaglöcher sowie im Radwegbereich Wurzelaufbrüche vorhanden. Das Schadensbild spricht für eine Überalterung der Asphaltdecke. Beschädigungen aufgrund mangelhafter Tragfähigkeit des Untergrunds sind nicht erkennbar.

 

Im Zuge der Entwurfsplanung wurden bereits Baugrunderkundungen durchgeführt.

Die Triftstraße weist eine Asphaltstärke von 14 bis 18 cm auf. Darauf folgt eine nicht frostsichere Auffüllung aus feinkörnigem Sand, der mit Bauschutt durchsetzt ist.

Die Asphaltbefestigung des Quellner Wegs ist 12 bis 19 cm stark. Es ist eine in der Dicke stark variierende Schotterschicht vorhanden. Darauf folgt eine gering bis mittel frostempfindliche Auffüllung.

In der Quellner Straße wurden bei den Erkundungsbohrungen eine 13 cm starke Asphaltschicht sowie eine 5 cm starke Asphaltschicht auf Kopfsteinpflaster angetroffen. Die darauf folgende Auffüllung ist nicht frostempfindlich.

 

Der Radweg weist im Bereich der Bohrkernentnahmen Asphaltstärken von 7 bis 9 cm auf. Eine Tragschicht ist nicht vorhanden.

 

Die chemische Analyse hat für den Asphalt keine Belastungen festgestellt. Für die angetroffenen Tragschichten, die sandigen Auffüllungen wurden Mischproben erstellt und untersucht. Sowohl die Tragschichten als auch die Auffüllungen sind als Z2 gemäß LAGA-Boden einzustufen.

 

Das Bankettmaterial als Z1 und Z2 einzustufen.

 

Art der Sanierung

Da sich die Straße im Außenbereich befindet und nur relativ wenig Grundstückszufahrten und Einmündungen vorhanden sind, wird für die Verstärkung der Straße ein Hocheinbau vorgeschlagen.

Zwar ist der vorhandene Straßenaufbau nicht frostsicher, jedoch sind an der vorhandenen Straße keine Beschädigungen erkennbar, deren Ursache auf ein Hochfrieren im Winter zurückzuführen ist.

Der Hocheinbau hat den Vorteil, dass die vorhandene Straßenbaumaterialien weitergenutzt werden können und so Abfuhr und Entsorgung von Boden und Asphalt größtenteils vermieden werden.

 

Gerade der Radweg weist starke Wurzelaufbrüche auf. Es ist daher empfehlenswert, entlang des Radwegs eine Wurzelschutzfolie einzubauen.

 

Straßenquerschnitt

Für die Sanierung der Straßen eine Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) beantragt werden. Die maximal förderfähige Straßenbreite beträgt 3,50 m.

 

Der zur Sanierung vorgesehene Straßenabschnitt der Gemeindeverbindungsstraßen 10/11 ist relativ stark befahren. Er wird als „Schleichweg“ für die Umfahrung des Ortskerns Tostedt genutzt. Aufgrund der geringen Straßenbreiten ist der Begegnungsverkehr Pkw/Pkw nicht möglich. Es kommt hier häufig vor, dass im Begegnungsfall ein Fahrzeug über den Radweg ausweicht und so Radfahrer gefährdet. Weiterhin führt das ständige Ausweichen von Fahrzeugen in den Seitenraum zu Kantenabbrüchen der Asphaltbefestigung sowie erhöhtem Unterhaltungsaufwand des Banketts.

 

Bei einem zweistreifigen Verbindungsweg ist gemäß Richtlinie für landwirtschaftlichen Wegebau (RLW) bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h der Begegnungsfall Pkw/Pkw ab einer befestigten Straßenbreite von 4,75 m möglich.

 

Eine Vergrößerung der Straßenbreite in diesem Maß jedoch nur möglich, wenn entweder der vorhandene Abstand zwischen Radweg und Fahrbahn verringert oder auf den Radweg ganz verzichtet wird.

Ein Verzicht auf den Radweg ist grundsätzlich möglich, da die Verkehrsstärke noch so gering ist, dass gemäß Richtlinie für die Anlage von Landstraßen (RAL) der Radverkehr auf der Straße geführt werden kann.

Allerdings handelt es sich beim Radweg sowohl um einen Schulweg für Kinder aus Wistedt, die eine der weiterführenden Schulen in Tostedt besuchen, als auch um eine Zuwegung zum Naherholungsgebiet Düwelshöpen. Die Verwaltung empfiehlt daher einen Erhalt des Radwegs.

 

Zum Schutz der Radfahrer beträgt der Abstand zwischen Fahrbahn und höhengleichem Radweg gemäß RAL mindestens 1,50 m. Dieser Abstand wird im vorhandenen Querschnitt knapp unterschritten.

Eine weitere Verringerung des Abstands sollte zukünftig möglichst nicht erfolgen. Durchführbar wäre dies nur, wenn zusätzliche Sicherungsmaßnahmen für Radfahrer ergriffen werden. Infrage kommt hier nur die Änderung des Höhenniveaus des Radwegs durch Einbau eines Hochbords. Sowohl aus optischen als auch aus finanziellen Gründen ist dies jedoch nicht empfehlenswert

Eine Schutzplanke erhöht zwar die Sicherheit der Radfahrer benötigt jedoch ebenso eine Breite von 1,50 m.

 

Da die für den Begegnungsfall Pkw/Pkw mindestens erforderliche Straßenbreite 4,75 m beträgt, bringt eine Verbreiterung der Straße auf z. B. 4,00 m (dann ohne Förderung) hinsichtlich des Unterhaltungsaufwands und der Gefahr der Kantenabbrüche keinerlei Vorteile, da auch hier bei Fahrzeugbegegnungen Ausweichvorgänge in den unbefestigten Seitenraum erfolgen.

Es gibt am Markt jedoch mittlerweile von verschiedenen Anbietern von Betonwaren sogenannte Rasenplatten, die für die Verstärkung des Banketts eingesetzt werden können, und die im Unterschied zu handelsüblichen Rasengittersteinen eine Dicke von 12 cm (statt 8 cm bei Rasengittersteinen) aufweisen und auch für das Überfahren von Fahrzeugen geeignet sind. Ob Rasenplatten als Bankettbefestigung förderfähig sind, wird aktuell von der Förderbehörde geprüft.

 

Im Bereich des Quellner Wegs und der Quellner Straße kann eine 3,50 m breite Asphaltfahrbahn zzgl. der Rasenplatten realisiert werden. In der Triftstraße ist lediglich eine 3,00 m breite Fahrbahn zzgl. Rasenplatten realisierbar.

 

Durch den beidseitigen Einbau von Rasenplatten mit einer Breite von je 60 cm kann bei einer 3,50 m breiten asphaltierten Fahrbahn die befestigte Fahrbahnbreite auf 4,70 m erhöht werden. Hierdurch wird in den meisten Fällen eine Pkw-Begegnung bei verringerter Geschwindigkeit möglich, ohne in den unbefestigten Seitenraum ausweichen zu müssen.

 

In der Triftstraße kann mit dem Einbau von Rasenplatten eine befestigte Fahrbahn mit einer Breite von 4,20 m hergestellt werden. Hier ist die Begegnung Pkw/Pkw dann nur in Schrittgeschwindigkeit möglich.

 

Der beschriebene und in Anlage 2 dargestellte Querschnitt soll den Regelfall darstellen. Aufgrund örtlicher Verhältnisse kann es erforderlich werden, dass von den geplanten Maßen abgewichen werden muss. In der Quellner Straße z. B. engen einige große Straßenbäume den zur Verfügung stehenden Platz ein. Baumfällungen sollen vermieden werden.

 

Förderung

Förderfähig gemäß der ZILE-Richtlinie ist lediglich die Erneuerung der Straße mit einer Breite bis 3,50 m. Eine Finanzierung einer Verbreiterung um z. B. 50 cm ohne Förderung ist nicht möglich.

 

Straßenbankette werden bis zu einer Breite von jeweils 0,75 m gefördert. Ob eine Verbreiterung mit den vorgeschlagenen Rasenplatten förderfähig ist, wird aktuell von der Förderbehörde geprüft.

 

Der Neubau des Radwegs sowie der geplante Wurzelschutz sind nicht förderfähig.

 

Kostenschätzung

Die geschätzten Kosten werden in der Sitzung vorgestellt.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine finanziellen Auswirkungen

X

Finanzielle Auswirkungen

 

 

 

2018

2019

2020

2021

2022

 

Umsetzung der Maßnahme

 

1.

Ergebnishaushalt

 

1.1.

Erträge

 

 

 

 

 

 

Summe Erträge

 

 

 

 

 

1.2.0.

Personalaufwendungen

 

 

 

 

 

1.2.1.

Sach- und Dienstaufwendungen

 

 

 

 

 

1.2.2.

Transferaufwendungen

 

 

 

 

 

1.2.3.

Sonstige ordentliche Aufwendungen

 

 

 

 

 

1.2.4.

Abschreibung

 

 

 

 

 

 

Summe Aufwendungen

 

 

 

 

 

 

Saldo Ergebnishaushalt

 

 

 

 

 

 

davon bereits im Haushalt/Nachtrag enthalten:

 

 

 

 

 

 

Differenz

 

 

 

 

 

 

2.

Finanzhaushalt (investiv)

 

2.1.

Zuschüsse, Zuweisungen (Einzahlungen)

 

 

190.000

 

 

 

Summe Einzahlungen

 

 

190.000

 

 

2.2.0.

BGA

 

 

 

 

 

2.2.1.

Baukosten

 

45.000

500.000

 

 

2.2.2.

Zuschüsse, Zuweisungen (Auszahlungen)

 

 

 

 

 

2.2.3.

Sonstige investive Auszahlungen

 

 

 

 

 

 

Summe Auszahlungen

 

45.000

500.000

 

 

 

Saldo Finanzhaushalt

 

45.000

310.000

 

 

 

davon bereits im Haushalt/Nachtrag enthalten:

 

45.000

500.000

 

 

 

Differenz

 

0

190.000

 

 

 

 

Haushaltsmittel bzw. Verpflichtungsermächtigungen H. v. … müssen üpl./apl. zur Verfügung gestellt werden, die Deckung ist gewährleitet durch Mehreinnahmen/Minderausgaben beim Konto/bei den Konten:

 

 

Haushaltsmittel müssten im zukünftigen Haushalt/Nachtrag aufgenommen werden.

 

 

Sonstige Erläuterungen:

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

Lageplan

Regelquerschnitt

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Übersichtsplan (919 KB)      
Anlage 2 2 Regelquerschnitt (21 KB)