Samtgemeinde Tostedt
 
 

Auszug - Initiative "Haus der Begegnung Tostedt" - Antrag auf Unterstützung einer generationenübergreifenden Begegnungsstätte in Tostedt  

Kultur- und Sportausschuss
TOP: Ö 9
Gremium: Ausschuss für Kultur, Sport und Partnerschaften der Gemeinde Tostedt Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 09.07.2014 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 18:38 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungsraum
Ort: Schützenstraße 26 a, 21255 Tostedt
07.16/141 Initiative "Haus der Begegnung Tostedt" - Antrag auf Unterstützung einer generationenübergreifenden Begegnungsstätte in Tostedt
   
 
Status:öffentlich  
Federführend:FB Bauen und Planung   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Hoffmann geht kurz auf die Sitzungsvorlage ein. Ein Beschlussvorschlag ist nicht vorgegeben, sondern ergibt sich aus den Beratungen. Er erteilt Frau Herrmann das Wort, die sich bereit erklärt hat, den Antrag zu erläutern.

 

Frau Herrmann bedankt sich für die Einladung und erläutert kurz den Antrag. Sie erklärt, dass eine Gruppe von ca. 10 Personen, von denen einige heute anwesend sind, die Idee der Einrichtung einer Begegnungsstätte mit niedrigschwelligen Angeboten für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen verfolgt. Die weitere Arbeit und Entwicklung konkreter Vorstellungen macht jedoch nur Sinn, wenn die politische Unterstützung dafür vorhanden ist und ggf. nachfolgend auch eine materiell/finanzielle Unterstützung in Aussicht steht.

 

Die Initiative hat sich bisher das in Buchholz etablierte Haus „Kaleidoskop“ und das Mehrgenerationenhaus in Neu Wulmstorf angeschaut. Unterlagen zu den Angeboten der Häuser können nachher an Interessierte verteilt werden. Die anwesenden Mitglieder der Initiative sowie die ebenfalls anwesende Gleichstellungsbeauftragte Frau Altmann stehen für Fragen zur Verfügung.

 

Frau Rogge-Wokittel möchte näher erläutert wissen, was konkret das Anliegen der Initiative ist. Werden Räumlichkeiten gesucht oder ist eher inhaltlich Unterstützung nötig.

 

Frau Herrmann betont, dass beides geklärt werden muss. Es wird ein Haus gesucht, das am Besten in Tostedt zentral gelegen, möglichst barrierefrei zugänglich und innerörtlich auch gut zu Fuß erreichbar sein sollte. Inhaltlich sind, sofern Fördermittel in Frage kommen, gewisse Anforderungen zu erfüllen. Die Angebote müssen niedrigschwellig sein und auf Punkte wie demografischer Wandel, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Betreuung und Pflege im Alter oder Bildung und Teilhabe abzielen.

Dabei hängt die Gestaltung von den Verhältnissen vor Ort also von den Bürgern ab. Dabei sollen Engagement und Selbsthilfe gefördert werden.

 

Frau Rogge-Wokittel fragt, ob freie Raumkapazitäten beim Treff-Aktiv, bei Kirchen, DRK oder auch EWE erfragt wurden bzw. eine gewisse Vernetzung geplant ist.

 

Seitens der Initiative wird eine übergreifende Zusammenarbeit positiv gesehen, dennoch ist eine eigenständig betriebene Einrichtung Voraussetzung zur Förderung.

 

Frau Weiß-Indorf erläutert, dass so ein Haus auch ständig besetzt sein muss und Anlaufstelle bei vielfältigen sozialen Angelegenheiten ist.

 

Frau Herrmann ergänzt, dass in Buchholz dort auch das Familienservicebüro und in Neu Wulmstorf die Kinder- und ElternKontaktStelle angegliedert ist.

 

Frau Weiß-Indorf möchte wissen, ob es nur darum geht eine passende Unterbringung zu finden bzw. inwieweit bereits ein Konzept in Arbeit ist. Ein Haus zu finden ist eine Sache, aber wie sehen die Vorstellungen zur Finanzierung aus.

 

Frau Herrmann führt aus, dass eine Förderung bis 2014 vorgesehen war, inzwischen eine Verlängerung des Förderzeitraums bis 2015 zugesagt wurde. Bei Einhaltung gewisser Standards könnte  ggf. mit einer Förderung bis zu 40.000 Euro pro Jahr für eine begrenzte Dauer von Jahren (4 oder 6 Jahre) gerechnet werden. Dabei ist eine Beteiligung der Kommune oder des Landkreises Pflicht.

 

Herr Hoffmann fasst zusammen, dass hier der Einstieg in einen möglichen Weg für die Schaffung einer Begegnungsstätte gesucht wird. In dem Antrag ist auch von der Gründung eines Trägervereins die Rede. Dabei wird die ideelle und  organisatorische wie auch ggf. finanzielle Unterstützung durch den Rat beantragt.

 

Frau Herrmann weist darauf hin, dass es für die Planung eines derartigen Vorhabens Hilfen durch den Bund gibt.

 

Herr Gerhardt wirft die Frage auf, ob der Antrag im Hinblick auf die überörtliche Bedeutung  einer derartigen Begegnungsstätte nur eine Gemeindeangelegenheit oder nicht eher auf Samtgemeindeebene anzusiedeln ist.

 

Frau Herrmann bejaht die Zuständigkeit für alle Einwohner der Samtgemeinde.

 

Herr Hoffmann erklärt, da derzeit keine Liegenschaft zur Verfügung steht und somit nichts überstürzt werden sollte, dass heute eine grundsätzliche Befürwortung gegeben werden könnte. Eine weitere Planung sollte seiner Ansicht nach mit der o.g. Unterstützung durch den Bund erfolgen. Die zukünftigen Beratungen sollten dann auf Samtgemeindeebene, d. h. zunächst im JuSenSozSpoA, erfolgen.

 

Beschluss (einstimmig):