Samtgemeinde Tostedt
 
 

Auszug - Bebauungsplan Nr. 64 "Baggersee" a.) Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB b.) Beschluss zur Durchführung der vorgezogenen Behördenbeteiligung gemäß § 4 Abs. 1 BauGB  

Planungs- und Umweltausschuss
TOP: Ö 10
Gremium: Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Tostedt Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 30.01.2014 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:52 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungsraum
Ort: Schützenstraße 26 a, 21255 Tostedt
07.16/127 Bebauungsplan Nr. 64 "Baggersee"
a.) Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB
b.) Beschluss zur Durchführung der vorgezogenen Behördenbeteiligung gemäß § 4 Abs. 1 BauGB
   
 
Status:öffentlich  
Federführend:FD Soziales   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Seute erläutert den derzeitigen Verfahrensstand

Herr Seute erläutert den derzeitigen Verfahrensstand. Er berichtet, dass gemeinsam mit dem Landkreis Harburg und dem Todtglüsinger Sportverein verschiedene Ab­stimmungsgespräche stattgefunden haben. Der Todtglüsinger Sportverein hat seine Planungen zum Vereinshaus konkretisiert und die Planungsunterlagen der Verwal­tung übergeben. Im Rahmen der ersten beiden Verfahrensschritte soll der Landkreis Harburg im Rahmen seiner Stellungnahme explizit vorgeben, welche weiteren Inhalte im Bebauungsplan aufgenommen werden sollen.

 

Herr Wilms-Splinter erklärt, dass der Geltungsbereich des Bebauungsplanes eine Fläche von 20,35 ha umfasst. Im Maßstab 1:1.000 ergäbe dies eine sehr große Plangrundlage, es wurde abgestimmt, dass ein größerer Maßstab gewählt werden darf. Im Bebauungsplan wird die Festsetzung „Private Grünfläche“ gewählt, da die einzelnen Sportsparten nicht im Bebauungsplan festgelegt werden können. Er weist darauf hin, dass die geplante bauliche Anlage (Vereinshaus) des Todtglüsinger Sportvereines nicht mehr von der Festsetzung der privaten Grünfläche abgedeckt wird. Für diese Fläche wird eine Sondergebiets-Festsetzung (SO) mit der Zweckbe­stimmung „Sport- und Vereinshaus“ getroffen. Im nördlichen Bereich (Flurstück 7/1) befindet sich eine Hügelgrab-Gruppe, die als geschütztes Bodendenkmal (D) nach­richtlich in den Bebauungsplan übernommen wird. Herr Wilms-Splinter erläutert, dass für den südlichen Bereich des Bebauungsplangebietes verschiedene Baugenehmi­gungen vorliegen, für die jeweils einzelne landschaftspflegerische Begleitpläne er­stellt wurden (LBP). Für den südlichen Planbereich sind die Eingriffs- und Aus­gleichsbilanzierungen bekannt und können im Bebauungsplan übernommen werden. Hinsichtlich des nördlichen Planbereiches, auf dem teilweise noch Bodenabbau er­folgt, ist ein Abgleich mit den Unterlagen zum Planfeststellungsbeschluss und dem Rekultivierungsplan von 1989 vorzunehmen. Die UNB hat bereits Uferseeschwalben beobachtet, die die Steilwand am Baggersee für ihre Bruthöhlen nutzen. Hier wird eine Aktualisierung erforderlich.

 

Herr Zahn möchte vom Todtglüsinger Sportverein wissen, wie das geplante Vereins­haus aussehen und wie die Parkplatzsituation im Sommer an der Straße „Am Bag­gersee“ gelöst werden soll.

 

Herr Hoops erläutert anhand eines Planes die derzeitige Situation auf dem Gelände am Baggersee. Es ist geplant neben der jetzigen Einfahrt, die die Firma Rosenbrock nutzt, eine Parkplatzfläche zu schaffen. Hier sollen ausreichend Stellplätze für die Baggersee- und Vereinshausbesucher angelegt werden.

Herr Hoops erklärt, dass das Vereinshaus mit einem Gründach versehen werden soll. Die Kursräume mit der Glasfront werden zum See hin ausgerichtet werden. Herr Hoops macht deutlich, dass die bisherigen Räumlichkeiten des Todtglüsinger Sport­vereines nicht mehr ausreichen und der Verein dringend das Vereinshaus benötigt.

 

Herr Wilms-Splinter fügt hinzu, dass nach dem Rekultivierungsplan an der Stelle des neu geplanten Vereinshauses eine Liegewiese, Grillplatz mit Schutzhütte vorgese­hen war.

 

Herr Koslowski stellt fest, dass das Vereinshaus sehr weit weg vom derzeitigen Ba­destrand geplant wird. Die sanitären Anlagen sind für die Baggerseebesucher nur über weite Wege erreichbar.

 

Herr Hoops erklärt, dass vor dem Vereinshaus ein Holzplateau geplant ist und dort auch gebadet werden soll.

 

Herr Degen gibt zu Bedenken, dass das Grundstück von vielen Menschen genutzt wird und im Rettungsfall der derzeitige Badestrand für Rettungskräfte schwer erreichbar ist. Herr Holtzhauer verneint dies. Es kann dort hingefahren werden.

 

Herr Netzel hält es für problematisch mit diesem Planentwurf die frühzeitige Öffent­lichkeitsbeteiligung und die vorgezogene Behördenbeteiligung durchzuführen. Aus seiner Sicht hätten im Vorwege weitere Abstimmungsgespräche mit dem Landkreis Harburg und der UNB erfolgen müssen. Er wäre auch bereit, zu diesem Thema eine Sondersitzungen durchzuführen.

 

Herr Seute macht noch einmal deutlich, dass bereits diverse Gespräche mit den Fachbehörden des Landkreises Harburg geführt und Abstimmungen herbeigeführt worden sind. Er vertritt die Ansicht, dass zunächst mit dem Vorentwurf die ersten beiden Verfahrensschritte durchgeführt werden sollten, um detaillierte Informationen vom Landkreis Harburg im Rahmen der Stellungnahme zu erhalten. Gerade hierfür ist das BauGB um einen Verfahrensschritt erweitert worden.

 

Herr Zahn verliest die Beschlussempfehlungen und lässt darüber abstimmen.

 

Zu a)

Zu a)

Beschluss (einstimmig):

Mit dem Vorentwurf ist die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB durchzuführen.

 

Zu b)

Beschluss (einstimmig):

 

Mit dem Vorentwurf ist die vorgezogene Behördenbeteiligung gemäß § 4 Abs. 1 BauGB durchzuführen.