Samtgemeinde Tostedt
 
 

Auszug - Sportförderung in der Gemeinde Tostedt a) Neuaufstellung der Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen an Vereine in der Gemeinde Tostedt b) Erarbeitung eines Sportkonzepts für die Gemeinde Tostedt   

Kultur- und Sportausschuss
TOP: Ö 8
Gremium: Ausschuss für Kultur, Sport und Partnerschaften der Gemeinde Tostedt Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 21.01.2014 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 18:52 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungsraum
Ort: Schützenstraße 26 a, 21255 Tostedt
07.16/122 Sportförderung in der Gemeinde Tostedt
a) Neuaufstellung der Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen an Vereine in der Gemeinde Tostedt
b) Erarbeitung eines Sportkonzepts für die Gemeinde Tostedt
   
 
Status:öffentlich  
Federführend:FB Bauen und Planung   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Gerhardt erläutert die Sitzungsvorlage und geht noch einmal kurz auf die ver­gangene Sitzung und die Informationen durch Frau Eutin vom Landessortbund ein. Es steht zur Diskussion, ob auch für die Gemeinde Tostedt ein Sportkonzept sinnvoll und gewünscht ist, um den Anforderungen der Zukunft (demografischer Wandel, veränderte Schullandschaft durch Ganztagsangebote u. a.) zu begegnen und gerecht zu werden. Hierzu müssten die betroffenen Vereine und Einrichtungen betei­ligt und befragt, Bestandsaufnahmen durchgeführt werden und so weiter. Da diese Aufgabe - wie das Vorgehen in anderen Kommunen zeigt - nicht von der Verwaltung oder der Politik alleine bewerkstelligt werden kann, ist zu überlegen, ob eventuell ein Arbeitskreis unter Einbeziehung der betreffenden Sportvereine dies leisten kann.

 

Gleichzeitig könnte in diesem Rahmen auch die zukünftige Gestaltung der Förder­richtlinie erarbeitet werden, um durch Beteiligung der Betroffenen einen möglichst breiten Konsens zu erzielen. Derzeit werden 10 Euro pro Vereinsmitglied gezahlt, eine eigentlich gute Lösung, aber mitgliederschwache Vereine haben hierbei kaum Möglichkeiten für Investitionen. Im letzten Jahr wurden von den 90.000 Euro rund 84.000 Euro ausgezahlt. Für zusätzliche Zuschussanträge besteht also kein Spiel­raum. Andererseits ist nicht mit einer Erhöhung des Ansatzes zu rechnen. Daher müssten die vorliegenden Anträge des MTV Tostedt und des Reit- und Fahrverein Tostedt gemäß Richtlinie abgelehnt werden. Es bleibt zu überlegen, ob die Richtlinie ggf. dahingehend verändert werden soll, dass ein Teil der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für Zuschussanträge für Investitionen zur Verfügung gestellt wird bei gleichzeitiger Senkung des mitgliederbezogenen Pro-Kopf-Betrages. Gesucht wird eine nachhaltige Lösung, die von allen getragen wird, ohne den Haushalt weiter zu belasten.

 

Herr Hoffmann ergänzt, dass ein solcher Arbeitskreis aufgrund der übergeordneten Bedeutung der Aufgabenstellung seiner Ansicht nach aus den Mitgliedern des Fach­ausschusses sowie Vertretern der Verwaltung und Vertretern der betroffenen Ver­eine bestehen sollte. Er bittet um Wortmeldungen zu der vorgeschlagenen Einrich­tung eines Arbeitskreises.

 

Herr Koch ist der Ansicht, dass ein Sportkonzept nur gemeinsam mit den Vereinen erarbeitet werden kann, da diese das mittragen müssen.

 

Frau Smolarek stimmt dem zu.

 

Frau Rogge-Wokittel regt an, hier auch die DLRG mit einzubeziehen.

 

Herr Zeidler weist darauf hin, dass auch außerhalb der Vereine Sport getrieben wird, etwa im Jugendzentrum.

 

Herr Hoffmann bittet zu überlegen, ob auch kommerzielle Anbieter einbezogen wer­den sollten.

 

Hierzu gibt es unterschiedliche Ansichten.

 

Herr Hoffmann verweist auf das Sportkonzepts der Stadt Schneverdingen, das auf der Basis eines Leitfadens der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften aus dem Jahr 2010 erarbeitet wurde. Hier wurden alle nur möglichen Sportstätten erfasst, wie Radwege, Spielplätze auch die an Schulen und Kitas und vieles mehr. Wenn auch Vertreter von Schulen Kitas und gewerblichen Einrichtungen dabei sein sollten, wird das ein sehr großer Arbeitskreis. Es ist zu berücksichtigen, dass die Stadt Schneverdingen sich bei entsprechendem Kostenaufwand professionelle Hilfe geholt hat.

 

Herr Gerhardt ist der Ansicht, dass die Einbeziehung der Schulen in Bezug auf die Beeinflussung der zukünftigen Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuungsange-bote durchaus sinnvoll ist.

 

Herr Zeidler spricht sich dafür aus, in einem Arbeitskreis zunächst intern zu klären wie die Vorgehensweise sein soll, um danach ggf. die Interessenvertreter hinzuzu­bitten.

 

Herr Hoffmann verweist auch auf die Präsentation aus der letzten Ausschusssitzung, die dem Protokoll beigefügt war und als Leitfaden für die Entwicklung des Sportkon­zepts herangezogen werden kann.

 

Herr Gerhardt regt an, schrittweise vorzugehen und alle Details zu einzelnen Maß­nahmen und Aktionen durch den eventuellen Arbeitskreis festzulegen.

 

Herr Hoffmann stellt nach Abschluss der Diskussion den Antrag auf Gründung eines Arbeitskreises gemäß Beschlussvorschlag der Verwaltung zu b) zur Erarbeitung eines Sportkonzepts und lässt darüber abstimmen.

 

Beschluss (einstimmig):

 

Der Kultur- und Sportausschuss bildet einen Arbeitskreis bestehend aus den Mitglie­dern des Fachausschusses und bei Bedarf Vertretern der Sportvereine und weiteren Interessenvertretern. Die Verwaltung wird gebeten, umgehend zu diesem Arbeits­kreis einzuladen.

Es soll ein Vorschlag für ein Sportkonzept für die Gemeinde Tostedt erarbeitet wer­den.

 

 

Herr Hoffmann fasst noch einmal kurz die Situation in Bezug auf die vorliegenden Zuschussanträge des MTV Tostedt und des Reit- und Fahrvereins Tostedt im Hin­blick auf die Förderrichtlinie und die Haushaltslage zusammen und bittet um Wort­meldungen.

 

Herr Koch ist spricht sich für eine Änderung der Richtlinie aus; wie das im Einzelnen aussehen kann, sollte im Arbeitskreis besprochen werden.

 

Frau Warncke hält es für wichtig, die Pro-Kopf-Bezuschussung im Grundsatz beizu­behalten, um Vereine zu belohnen, die viele Mitglieder anziehen. Über die Höhe muss diskutiert werden.

 

Herr Hoffmann erklärt, dass die Sportvereine wie eingangs erwähnt sich künftig auf Veränderungen einstellen müssen sowohl im Hinblick auf die Altersstruktur ihrer Mit­glieder und die Veränderungen im Schulwesen, aber auch aufgrund ständig neuer Sportangebote innerhalb und außerhalb der Vereine.

Also muss seiner Ansicht nach die Förderrichtlinie dem Rechnung tragen und ange­passt werden. Er weist noch daraufhin, dass die Ergebnisse des Arbeitskreises ins­besondere in Bezug auf die Neuregelung der Förderrichtlinie im Rat beschlossen werden müssen.

 

Er lässt über den Beschlussvorschlag der Verwaltung zu a) abstimmen.

 

Beschluss (einstimmig):

 

Im Arbeitskreis des Kultur- und Sportausschusses soll eine eventuelle Neuaufstellung der Förderrichtlinie erarbeitet werden.

Bis dahin wird die Bearbeitung der vorliegenden Zuschussanträge des MTV Tostedt bzgl. Sanierungsmaßnahmen auf dem Sportgelände Düvelshöpen und des Reit- und Fahrvereins Tostedt auf Zuschuss für die Dachsanierung der alten Reithalle zurück­gestellt.

 

 

 

Herr Hoffmann möchte für die Erarbeitung eines Sportkonzeptes auf folgende Unterlagen verweisen:

  1. die Aktive Sportgemeinde
  2. die Zukunft der Sportvereine
  3. die Präsentation des Landessportbundes (s. Protokoll vom 07.11.2013)
  4. die Zusammenfassung zum Sportkonzept der Stadt Schneverdingen

 

Herrn Wessling wird die Übersendung aller Unterlagen zugesagt.

 

Herr Rosenow fragt nach, ob die Vereine diese Unterlagen auch bekommen können. Dies wird bejaht.

 

Es wird gebeten, bei der Einladung für den Arbeitskreis die FSV nicht zu vergessen.

 

Als erster Termin für den Arbeitskreis wird Dienstag, der 25.02 2014 um 19.00 Uhr festgelegt.

 

Herr Rosenow schlägt vor einen anderen Tagungsraum zu wählen.

 

Herr Hoffmann regt an, ggf. einen kompetenteren Moderator für die Diskussionen im Arbeitskreis zu wählen.

 

Herr Holtzhauer gibt in einer kurzen Sitzungsunterbrechung zu bedenken, dass die Sportvereine ja untereinander konkurrieren und sehr dankbar für die zur Verfügung gestellten Mittel sind und diese im Etat des Vereins fest eingeplant sind. Er ist erstaunt, mit welcher Leichtigkeit hier über eine Reduzierung der Pro-Kopf-Förderung gesprochen wurde und bittet, sich auf jeden Fall vorab bei den Vereinen einen Über­blick über den Einsatz der Mittel zu verschaffen. 90.000 Euro sind eine Menge Geld, in Bezug auf die Masse der Menschen aber sehr wenig. Hier kann man nicht beliebig kürzen.

 

Herr Gerhardt betont, dass der Arbeitskreis frei und ergebnisoffen über die eventuelle Änderung der Richtlinie diskutieren wird. Was am Ende dabei heraus­kommt, bleibt abzuwarten. Verwaltungsseitig müssten die vorliegenden Zuschussan­träge für Investitionen jedoch abgelehnt werden. In der Vergangenheit wurden sei­tens der Verwaltung bereits Änderungsvorschläge für die Förderrichtlinie zur Diskus­sion gestellt, allerdings ohne zufriedenstellendes Ergebnis, so dass die vorhandene Regelung beibehalten wurde.

 

Herr Zeidler wirft ein, dass man im Rahmen der Erarbeitung des Sportkonzepts Mög­lichkeiten ausloten und vielleicht langfristige Pläne entwickeln bzw. Vereinbarungen mit den Vereinen schließen kann, so dass zwar nicht weniger Geld, dieses aber eben anders verteilt wird.

 

Herr Hoffmann ergänzt, dass hierfür auch ermittelt werden muss, welche Sportstätten vorhanden sind, welche benötigt und wie finanziert werden bzw. werden können.

 

Da alle weitergehenden Details im Arbeitskreis besprochen werden sollen, ist der Top 8 damit abgearbeitet.