Samtgemeinde Tostedt
 
 

Auszug - Quartier Quellner Weg, Straßen- und Kanalerneuerung  

Bau- und Wegeausschuss
TOP: Ö 8
Gremium: Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Tostedt Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 29.08.2013 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:07 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungsraum
Ort: Schützenstraße 26 a, 21255 Tostedt
07.16/101 Quartier Quellner Weg, Straßen- und Kanalerneuerung
   
 
Status:öffentlich  
Federführend:FD Bauleitplanung   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Seute erläutert den Tagesordnungspunkt ausführlich

Herr Seute erläutert den Tagesordnungspunkt ausführlich. Er erklärt, dass die Er­neuerung des Quellner Weges und der Bau eines Regenrückhaltebeckens für 2014 vorgesehen sind. Der Ausbau der Seitenstraßen soll dann im Jahr 2015 erfolgen. Des Weiteren erläutert Herr Seute das Erschließungsbeitragsrecht. Der Ausbau der Straßen Quellner Weg, Beerenweg, Schlehenbusch und Fliederweg ist für die Anlie­ger beitragsfrei. Für den Ausbau des Brombeerweges werden von den Anliegern Er­schließungsbeiträge fällig, da hier mittels Kostenteilungsbeschluss von 1992 nur die Anlage der Straßenbeleuchtung anteilig auf die Anlieger umgelegt wurde.

 

Herr Seute begrüßt Herrn de Riese vom Ing.-Büro IWU und bittet ihn die Ausbaupla­nung vorzustellen.

 

Herr de Riese stellt zunächst den derzeitigen Ausbauzustand des Quellner Weges vor. Die Eichenallee entlang der Straße soll erhalten werden. Er erläutert ausführlich den zukünftigen Ausbau des Quellner Weges. Der Gehweg erhält eine rot-bunte Pflasterung. Er stellt zur Diskussion, ob der Sicherheitsstreifen des Gehweges in grau abgesetzt werden soll. Herr de Riese gibt jedoch zu Bedenken, dass durch den grauen Sicherheitsstreifen der Gehweg optisch eingeengt wird.

Er berichtet weiter, dass der Quellner Weg außerhalb der Ortslage eine Schwarzde­cke und im Seitenraum ein Schotterrasenbankett erhalten soll.

 

Herr de Riese erklärt, dass der Brombeerweg z. Z. ein Schotterweg ist. Die Ge­meinde steht derzeit mit den Eigentümern des angrenzenden Grundstückes im Ge­spräch um Fläche für einen Wendehammer zu erwerben. Er erläutert den geplanten Ausbau. Es ist vorgesehen, eine Mischverkehrsfläche in Pflasterbauweise herzu­stellen.

Herr de Riese erläutert dann den vorgesehenen Ausbau des Fliederweges als Mischverkehrsfläche in Pflasterbauweise. Die befestigte Fläche ist jetzt unnötig groß und soll verkleinert werden.

 

Ergänzend zu den Ausführungen von Herrn de Riese fügt Herr Mathwig hinzu, dass der derzeitige Ausbau des Fliederweges in einem relativ guten baulichen Zustand ist. Er berichtet, dass die Vorflut der Oberflächenentwässerung über ein Privatgrund­stück und unter einem privaten Gebäude hindurch erfolgt. Dies hat bereits bei der Unterhaltung zu erheblichen Problemen geführt. Die Entwässerungsanlage soll des­halb neu angelegt werden und dabei wird ein erheblicher Teil der Oberfläche aufge­nommen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, den Fliederweg komplett neu anzulegen.

 

Im Anschluss erläutert Herr de Riese den zukünftigen Ausbau des Beerenweges und des südlichen Teils des Schlehenbusches. Hinsichtlich der vorhandenen Regenwas­serentwässerung erklärt Herr de Riese, dass diese weitestgehend veraltet, unterdi­mensioniert und abgängig ist oder sich unter Baumbestand befindet. Nach kurzer Darstellung der zukünftigen Regenwasserentwässerung, erklärt Herr de Riese, dass jeder Eigentümer, der möchte, einen Anschluss an den Regenwasserkanal erhält. Die Baukosten für das Quartier Quellner Weg betragen ca. 1,5 Mio. Euro zzgl. 120.000 Euro für Planung und Gutachten.

 

Herr de Riese erklärt auf Nachfrage von Herrn Zahn, dass die alten Regenwasserka­nalrohre ausgebaut oder aber verfüllt und stillgelegt werden. Sie befinden sich teil­weise unter der Eichenallee oder sind unterdimensioniert (DN 300). Es steht noch eine Befahrung der Kanäle aus.

 

Herr Mathwig fügt ergänzend hinzu, dass im Quellner Weg auf beiden Seiten alte Rohrleitungen vorhanden sind. Bei Reparaturarbeiten sind Schächte hochgezogen worden. Bei den privaten Leitungen sind Wechsel im Material, Baumwurzelein­wüchse, zerdrückte und unterdimensionierte Kanäle aufgetreten. Die Anlieger wer­den verpflichtet, soweit sie zukünftig in den Regenwasserkanal entwässern möchten, jeweils einen kombinierten Rückhalte-, Kontroll- und Sickerschacht zu bauen und ihre Entwässerung hierüber an einen Übergabepunkt zu führen. Der spätere An­schluss an den Regenwasserkanal hat sich bei anderen Baumaßnahmen nicht be­währt. Die alten Kanäle werden gleich außer Betrieb genommen.

 

Herr Zahn bittet darum, bei der Anliegerversammlung eine klare Darstellung der kostenpflichtigen und beitragsfreien Maßnahmen vorzunehmen. Des Weiteren sollen für die Anlieger die Kosten für jede einzelne Straße dargestellt werden. Herr Zahn bittet darum, dass wie immer eine Protokollführung bei der Anliegerversammlung stattfindet.

 

Frau Prigge fragt, ob die Einmündungen der anderen Straßen eine erhöhte Pflaste­rung erhalten.

 

Herr de Riese erläutert, dass das niveaugleiche Pflaster weniger Lärm, das durch Bremsen und Anfahren verursacht würde, entsteht.

 

Frau Prigge befürchtet, dass durch den Ausbau des Quellner Weges eine „Rennstre­cke“ entstehen könnte. Herr de Riese erklärt, dass die andere Alternative wäre, den vorhandenen Baumbestand zu entfernen, um Verschwenkungen in der Straßenfüh­rung unterzubringen.

 

Herr Seute erläutert ausführlich die verschiedenen Möglichkeiten eine Straße ver­kehrsberuhigt zu gestalten. Er berichtet über die Erfahrungen, die mit der „Kleinen Kante“, der „großen Kante“ und den sog. „Nasen“ gemacht worden sind. Mit der ni­veaugleichen Pflasterung an Einmündungsbereichen sind bisher die besten Erfah­rungen gemacht worden.

 

Auf die Frage von Frau Prigge, antwortet Herr de Riese, dass ein ungeregelter Was­serlauf zum Tiefpunkt (Am Toberbusch) nach dem Ausbau nicht mehr auftreten wird.

 

Herr Müller unterbricht die Sitzung um 18.46 Uhr.

 

Eine Anliegerin ist verwundert darüber, dass im vorderen Bereich des Quellner We­ges viel Geld investiert wird, um den Verkehr zu verlangsamen aber das Endstück des Quellner Weges mit einer Schwarzdecke befestigt werden soll. Hier wird die na­türliche Geschwindigkeitsbegrenzung entfernt.

 

Herr Salewsky berichtet, dass die Anlieger des Fliederweges die Gehwege selber gepflastert haben. Er schlägt vor, eine Seite des Fliederweges als Gehweg zu pflas­tern, damit sich die dort lebenden älteren Menschen sicher auf der Straße fühlen können. Er fügt hinzu, dass östlich des Quellner Weges der Vorfluter verläuft. Bis zum Jahre 2002 wurde dieser Graben als Vorfluter eingestuft. Jetzt ist der Graben ein Gewässer 3. Ordnung und die Anlieger des Grabens sind für die Reinigung zu­ständig. Er bittet darum, den Graben wieder als Vorfluter zu bezeichnen, wenn ein weiteres Regenrückhaltebecken angeschlossen werden soll, da auch die anderen Anlieger davon profitieren. Des Weiteren ist Herr Salewsky der Ansicht, dass es kei­nen Grund gibt am Ortsausgang des Quellner Weges eine Aufpflasterung vorzuneh­men. Er rechnet nicht damit, dass eine Rennstrecke entsteht.

 

Herr Friesecke weist darauf hin, dass 7 Anlieger im Fliederweg wohnen. Er bittet darum, auf der rechten Seite einen Gehweg vorzusehen.

 

Ein Anlieger, der am Ende des Quellner Weges wohnt, befürchtet, dass sein Grund­stück weiterhin bei Starkregen unter Wasser stehen wird, da der Graben nicht von den Anliegern gereinigt wird. Herr Mathwig erklärt, dass der Gehweg des Quellner Weges ein Gefälle zur Straße erhalten soll. Da in diesem Bereich die Grundstücke tiefer liegen ist für die Anlegung einer Zufahrt zum Grundstück eine Detailklärung notwendig. Durch Gossen, Hochborde und Abläufe wird die Entwässerung geregelt und die Situation wird entspannt.

 

Auf Nachfrage erläutert Herr Seute ausführlich anhand der Darstellung des Flächen­nutzungsplanes, aus welchen Gründen eine hintere Bebauung zwischen Quellner Weg und der Alten Kleinbahn bisher abgelehnt worden ist. Es handelt sich bei die­sem Bereich um ein nasses Gebiet. Des Weiteren werden Wohnbauflächen ungern in der Nähe von bestehenden Lärmquellen, wie der Bahntrasse, geplant.

 

Herr Mathwig ergänzt, dass sich die Anlegung der Auffahrten nach dem vorhande­nen Bestand richtet. Sollten neue Baugrundstücke entstehen, die neue Auffahrten benötigen, ist ein Antrag an die Gemeinde Tostedt zu richten.

 

Herr Allwardt bittet darum, aus Sicherheitsgründen auch die Nebenstraßen mit einem Gehweg zu versehen. Nach Möglichkeit sollten kombinierte Rad- und Gehwege erstellt werden.

 

Herr de Riese antwortet, dass die zur Verfügung stehenden Flächen in den Neben­straßen zu schmal sind. Bei den Gehwegen handelt es sich um keine kombinierten Fuß- und Radwege. Die Radfahrer sollen die Straße benutzen.

 

Auf den Einwand von Herrn Allwardt, dass die Straßenlampen zu weit auseinander stehen würden, erklärt Herr Seute, dass noch keine Lichtpunktberechnung für die Straßenbeleuchtung erfolgt ist, diese aber noch durchgeführt wird.

 

Herr Müller eröffnet die Sitzung um 19.02 Uhr.

 

Auf Nachfrage von Herrn Jobmann antwortet Herr Seute, dass im Idealfall im Ja­nuar/Februar 2014 die Ausschreibung der Maßnahme erfolgen kann. Der Quellner Weg wird 2014 und die Nebenstraßen 2015 saniert.

 

Herr Bostelmann bittet die anwesenden Anlieger ihre Nachbarn zu informieren, dass eine Anliegerversammlung stattfinden soll. In dieser Versammlung können Fragen zum Ausbau geklärt werden. Hier kann dann geklärt werden, ob ein Sicherheits­streifen im Gehweg farblich abgesetzt eingebaut werden soll oder nicht. Die Ver­sammlung wird an einem anderen Ort stattfinde. Die Anlieger werden eine geson­derte Einladung erhalten.

 

Herr Müller verliest die Beschlussempfehlung.

 

Beschluss (einstimmig):

Der in der Sitzung des BWA vorgestellten Ausbauplanung für das Quartier Quellner Weg wird zugestimmt

 

Der in der Sitzung des BWA vorgestellten Ausbauplanung für das Quartier Quellner Weg wird zugestimmt. Die Planung wird den Anliegern in einer Anliegerversammlung vorgestellt. Ggf. wird danach erneut eine politische Beratung durchgeführt. Die Anlie­ger werden, soweit sie ihr Oberflächenwasser in den neuen Kanal einleiten wollen, verpflichtet, auf ihrem Grundstück kombinierte Rückhalte-, Kontroll- und Sicker­schächte zu setzen und das Niederschlagswasser hierüber zu führen.